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Ungeachtet der Pandemie belastet der Fachkräftemangel weiterhin die Unternehmen in Deutschland.

Trotz Corona und „Krise“: Der Mangel an Fachkräften bleibt auch 2021 ein Problem für Unternehmen

Kurzarbeit, Arbeitsplatzabbau, Digitalisierung im Schnelltempo – eigentlich sinkt der Bedarf an Fachkräften…könnte man meinen! Dennoch rechnen nach einer aktuellen Erhebung der Bertelsmann-Stiftung über die Hälfte der Firmen in Deutschland mit fehlenden Fachkräften in diesem Jahr.

Laut Matthias Mayer, einem Migrationsexperten bei der Bertelsmann-Stiftung, sind in der neuen Erhebung insbesondere größere Unternehmen eher vom Fachkräftemangel betroffen, als die kleineren Unternehmen. Demnach leiden vor allem das Bauwesen und die Gesundheitsbranche unter einem Mangel an ausgebildeten Arbeitskräften. Hier müssen die Firmen mangels Interessenten maßgeblich auf Aus- und Weiterbildung setzen. Zusätzlich sorgen immer mehr Unternehmen in diesen Branchen dafür, dass trotz der unregelmäßigen Arbeitszeiten die Vereinbarung von Beruf und Familie besser wird. Denn es geht vor allem auch darum, vorhandene Fachkräfte im Betrieb zu halten.

Dennoch will gerade mal jedes sechste Unternehmen, das mit Fachkräftemangel zu kämpfen hat, neue Mitarbeiter aus dem Ausland rekrutieren. Hierbei werden natürlich eher das EU-Ausland und andere europäische Länder bevorzugt. Als Hürden gelten dann aber überraschenderweise eher sprachliche Probleme und die schwierige Vergleichbarkeit der Qualifikationen, seltener aktuelle Einreisebeschränkungen durch die Corona-Krise.

Für diese Erhebung wurden je nach Befragungen zwischen 500 und 2.500 Entscheider in deutschen Unternehmen befragt, die Befragung fand online statt.

Link: Fachkräftemonitor der Bertelsmann-Stiftung